Dread-Disease-Absicherung

Sie wird auch „Schwere Krankheiten Vorsorge“ oder Versicherung gegen gefürchtete Krankheiten“ genannt. Die Dread-Disease-Versicherung ist noch vergleichsweise neu im deutschen Versicherungsmarkt und erst seit dem Jahre 1993 zum Vertrieb zugelassen.

Der wesentliche Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist, das nicht die Berufsunfähigkeit als solche den Leistungsfall bedingt (Also die Zahlung auslöst), sondern die Diagnose einer schweren Krankheit. Dabei ist es unerheblich, ob der Versicherte weiter seiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann oder nicht.

Weiterer Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Im Leistungsfall wird keine Rente gezahlt, sondern ein vorher vereinbarter Einmalbetrag, zum Beispiel 100 TEUR.

Vorteile:

  • Die Prüfung des Leistungsfalls ist oftmals schneller und einfacher als dies bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der Fall ist.
  • Es ist unerheblich, ob – wie oben bereits beschrieben- der Versicherte nach Genesung wieder in seinem Beruf tätig sein kann. Ausschlaggebend ist allein die Diagnose.
  • Nicht bei allen Berufen oder Berufsgruppen ist es ohne weiteres möglich, eine Berufsunfähigkeit genau zu definieren. Dies gilt insbesondere für Selbständige und Gesellschafter von Unternehmern. Bei der sogenannten Umorganisation prüft die Berufsunfähigkeitsversicherung nämlich, in wieweit der bisherige Arbeitsplatz so umgestaltet werden kann, das die bisherige Tätigkeit weiter ausgeübt werden kann. Bei der Dread – Disease -Versicherung ist nur die Diagnose der Krankheit entscheidend.

Nachteile:

 

  • Bei Antragstellung wird je nach Versicherer eine Liste von schweren Krankheiten versichert, bei der Canada Life sind es beispielsweise 46, bei der Gothaer 50 verschiedene Krankheiten. Erleidet der Versicherte eine nicht aufgeführte Krankheit, geht er leer aus.
  • Erkrankungen wie beispielsweise schwere Bandscheibenvorfälle oder auch Depressionen bedingen oft eine Berufsunfähigkeit, sind aber nicht mitversichert.

 

Fazit:

 

Im Gegensatz zu dem einen oder anderen Mitbewerber am Markt empfehle ich die Dread – Disease -Versicherung ausdrücklich nicht als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung, sondern einzig und allein als Ergänzung. Gerade bei Selbständigen kann das, je nachdem wie der Betrieb strukturiert ist, sinnvoll und wichtig sein.

Aber auch wenn der Versicherte bei mehreren Berufsunfähigkeitsversicherungen abgelehnt wurde, sollte der Abschluss einer Dread – Disease – Versicherung in Betracht gezogen werden.

Wichtig ist bei der Beratung auch, den genauen Bedarf des Mandanten zu klären. Die Versicherungssumme sollte in der Höhe so gewählt werden, dass im Krankheitsfall auch ausreichend Geld vorhanden ist.