In Gold investieren – Meine Tipps für Gold als Anlage 2021

In Gold inves­tie­ren – Meine Tipps für Gold als Anlage 2021

In Gold inves­tie­ren- der Arti­kel im Kurz­über­blick

Lohnt es sich Gold zu kau­fen? Ist Gold tat­säch­lich DER sichere Hafen, wenn es darum geht, sein Geld vor Kri­sen zu schüt­zen?

Wo kauft man Gold? Und wie kann ich am bes­ten mein Geld in Gold anle­gen?

Auf all diese Fra­gen ver­su­che ich, im nach­fol­gen­den Arti­kel gute Ant­wor­ten zu lie­fern. Ich wün­sche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

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Bevor Sie wei­ter­le­sen – Sie möch­ten zu aktu­el­len Fach­bei­trä­gen wie die­sem infor­miert wer­den?

Ein­lei­tung

Gold übt auf viele Men­schen eine starke Fas­zi­na­tion aus. Gold steht für Glanz, Soli­di­tät und Wert­be­stän­dig­keit.

Dar­über hin­aus gilt Gold als das älteste Zah­lungs­mit­tel der Welt.

In Gold investieren
Bild­quelle: Pixabay

Da ich aber weder His­to­ri­ker noch Juwe­lier bin, son­dern als Finanz­pla­ner mein Geld (nicht Gold) ver­diene, geht es in die­sem Bei­trag um die Beant­wor­tung der Frage: Lohnt es sich Gold zu kau­fen? Wie kann ich sinn­voll in Gold inves­tie­ren und die Asset­klasse Gold für meine Alters­vor­sorge und für mein Port­fo­lio sinn­voll ein­set­zen? Lohnt es sich Gold zu kau­fen und wenn ja, in wel­cher Form ist es sinn­voll? Direkt mit Mün­zen und Bar­ren, oder eher sekun­där über ETFs, ETCs, Fonds und Aktien? Ganz beson­ders möchte ich mich in die­sem Arti­kel mit der Frage aus­ein­an­der­set­zen, ob Gold tat­säch­lich so sicher ist, wie es viele da drau­ßen behaup­ten. Oder ob sie damit nicht eher einem fun­da­men­ta­len Irr­tum unter­lie­gen.

Wo kauft man Gold und wie kann ich eigent­lich Geld in Gold anle­gen?

Bevor Sie über­le­gen, wo Sie Gold kau­fen wol­len, soll­ten Sie sich die Frage beant­wor­ten, WARUM Sie in Gold inves­tie­ren möch­ten. Damit Sie das Ganze bes­ser ein­ord­nen kön­nen, habe ich nach­fol­gend zwei Typen von typi­schen Gold­käu­fern auf­ge­lis­tet. Wo wür­den Sie sich eher ein­ord­nen?

Wo kauft man Gold
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1. Der Apo­ka­lyp­ti­ker

Für viele Men­schen ist Gold die Kri­sen­wäh­rung schlecht­hin. Und damit lie­gen sie ja auch nicht ganz falsch. Stel­len Sie sich ein­fach mal kurz vor, unser Wirt­schafts- und Wäh­rungs­sys­tem würde zusam­men­bre­chen. Mit Zusam­men­bruch meine ich, dass sämt­li­che Liqui­di­täts­ströme zum Erlie­gen kom­men. Die Zen­tral­ban­ken wür­den nicht mehr ein­sprin­gen (kön­nen), die Noten­presse würde still­ste­hen.

Geld in Gold anlegen - als Apokalyptiker
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In den letz­ten Kri­sen konn­ten wir uns immer dar­auf ver­las­sen, dass es fri­sches und ste­tig neues Zen­tral­bank­geld gibt, aber wie lange wird das noch so wei­ter­ge­hen? Oder wir wür­den eine Hyper­in­fla­tion bekom­men? Sie müss­ten das Geld schub­kar­ren­weise zum Bäcker brin­gen, um bei­spiels­weise einen Laib Brot zu kau­fen.

Sichere Geldanlage Gold
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Sol­che apo­ka­lyp­ti­schen Vor­her­sa­gen haben der­zeit wie­der Hoch­kon­junk­tur, was in Anbe­tracht der sehr hohen Kurse an den Kapi­tal­märk­ten und der immer wei­ter zuneh­men­den welt­wei­ten Ver­schul­dung nicht ver­wun­dert. Ganz egal, ob das zutrifft oder nicht: Kommt es zu die­ser besag­ten Super-Krise, dann wäre die Ent­schei­dung, Gold zu kau­fen, sicher­lich nicht die schlech­teste gewe­sen. Doch wie müsste so eine Anlage in Gold dann idea­ler­weise aus­se­hen? In Gold inves­tie­ren hat dann ja nicht pri­mär den Zweck, hohe Erträge zu gene­rie­ren, son­dern es soll als Zah­lungs­mit­tel die­nen. Und immer dann, wenn Gold wie eine Wäh­rung fun­gie­ren soll, ins­be­son­dere wenn es darum geht, Güter des täg­li­chen Bedarfs zu erwer­ben, dann muss die Stü­cke­lung natür­lich mög­lichst klein sein. Für den Fall des Apo­ka­lyp­ti­kers wären also Mün­zen das geeig­nete Mit­tel für die Anlage in Gold. Gän­gige Mün­zen sind der aus­tra­li­sche Nug­get, die kana­di­sche Maple Leaf sowie der den meis­ten bekannte süd­afri­ka­ni­sche Krü­ger­rand. Für den Apo­ka­lyp­ti­ker kom­men indes aus­schließ­lich phy­si­sche Gold­an­la­gen in Betracht. Pro­duk­ten, die indi­rekt am Gold­preis par­ti­zi­pie­ren, schenkt er in der Regel kein Ver­trauen.

2. Der Inves­tor

Anders sieht es bei der zwei­ten Gruppe aus. Der typi­sche Inves­tor fragt: Lohnt es sich Gold zu kau­fen?

Die Ant­wort erfolgt unter Berück­sich­ti­gung der Gesichts­punkte: Ren­dite, Sicher­heit oder ganz all­ge­mein zur Port­fo­li­o­op­ti­mie­rung?

Geld in Gold anlegen - als Investor
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Der Inves­tor ist – anders als der Apo­ka­lyp­ti­ker – in der Art und Weise, wie er die Anlage in Gold tätigt nicht so sehr ein­ge­schränkt. Neben dem Kauf von phy­si­schem Gold (Mün­zen, Bar­ren etc.) kann er auch in andere Anla­gen inves­tie­ren, die direkt oder indi­rekt mit der Wert­ent­wick­lung des Gold­prei­ses zu tun haben.

Zur bes­se­ren Über­sicht habe ich die ein­zel­nen Wege, in Gold zu inves­tie­ren, tabel­la­risch auf­ge­lis­tet:

AnlageETCGold­mi­nen-AktienGold­mi­nen -FondsGold­spar­pläne
Han­delBörseBörseBörseÜber ent­spre­chende Lie­fe­ran­ten
Ver­füg­bar­keitSehr hochSehr hochSehr hochKann erheb­lich ein­ge­schränkt sein
Beson­der­heitETCs sind KEINE Invest­ment­fonds, son­dern Schuld­ver­schrei­bun­gen! Diese sind mit phy­si­schem Gold teil­weise unter­legt.Die Anlage in Gold erfolgt sekun­där.Auch hier han­delt es sich um eine Sekun­däre Anlage.Unbe­dingt den Anbie­ter über­prü­fen. Sehr viele Schwarze Schafe am Markt.
Bei­spielXetra Gold; Inve­sco Phy­si­cal GoldBar­rick GoldBlack­rock World Gold FundSolit-Kapi­tal

Für all­die­je­ni­gen, die phy­si­sches Gold kau­fen möch­ten, bie­tet sich der klas­si­sche Weg über die Fili­al­bank an oder aber man erwirbt Gold bei einem zer­ti­fi­zier­ten Gold­händ­ler, ent­we­der eben­falls vor Ort oder aber über das Inter­net. Vor­sicht ist in jedem Fall gebo­ten, denn mit der zuneh­men­den Nach­frage nach Gold tre­ten immer mehr teils sehr dubiose Anbie­ter in Erschei­nung.

In Gold inves­tie­ren – das sind die Vor- und Nach­teile

Über das Für und Wider von Gold als Anlage wird viel dis­ku­tiert. Auch ich erlebe es im Gespräch mit ande­ren Finanz­be­ra­tern häu­fig, dass es beim Thema Gold haupt­säch­lich um Mei­nun­gen geht, oft noch gepaart mit ganz viel Emo­tion. Doch meine Bera­tungs­phi­lo­so­phie basiert nicht auf Mei­nun­gen, son­dern auf har­ten Zah­len, Daten und Fak­ten.

Gold als Anlage
Bild­quelle: Pixabay

Nach­fol­gend erhal­ten Sie daher aus­sa­ge­kräf­ti­ges Zah­len- und Daten­ma­te­rial, damit Sie bes­ser ent­schei­den kön­nen, ob sich die Anlage in Gold für Sie lohnt. So viel aber schon vor­weg: Wer behaup­tet, Gold sei die sichere Geld­an­lage schlecht­hin, weiß es ent­we­der nicht bes­ser oder sagt wis­sent­lich die Unwahr­heit. Wenn Sie Ihr Geld wirk­lich sicher anle­gen möch­ten, emp­fehle ich Ihnen unbe­dingt mei­nen Bei­trag “Gibt es noch sichere Geld­an­la­gen? So kön­nen auch Sie Ihr Geld sicher anle­gen“.

Geld in Gold anle­gen – die Vor­teile

1. (Ver­meint­lich) kri­sen­si­cher
Der ent­schei­dende Vor­teil, wenn Sie in Gold inves­tie­ren, ist die phy­sisch begrenzte Menge von Gold. Solange es nicht mög­lich sein wird, Gold künst­lich her­zu­stel­len, bleibt es ein knap­pes Gut. Auch die Mög­lich­keit, es als Zah­lungs­mit­tel zu nut­zen, ist ein wich­ti­ger Aspekt.
Daher ist und bleibt Gold eines DER Kri­sen­in­vest­ments schlecht­hin.

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2. Eine Anlage zum Anfas­sen
Wer mit Invest­ments nicht so bewan­dert ist, über kein Wert­pa­pier­de­pot ver­fügt und zu Anla­gen ten­diert, die er „begrei­fen“ kann, für den ist die Hap­tik des Gol­des sicher ein wich­ti­ger Aspekt. Gold ist wie die eigene Immo­bi­lie eine Anlage zum Anfas­sen.

3. Diver­si­fi­zie­rung
Zur wei­te­ren Diver­si­fi­zie­rung des Wert­pa­pier­port­fo­lios sind Edel­me­talle oder Instru­mente, die sekun­där an der Preis­ent­wick­lung par­ti­zi­pie­ren, gut geeig­net.
Ent­schei­dend ist hier die Höhe des pro­zen­tua­len Anteils, wor­auf ich im Schluss­fa­zit aber genauer ein­ge­hen werde.

Geld in Gold anle­gen – die Nach­teile

1. Geringe Ren­dite
Die nach­fol­gende Abbil­dung zeigt die Ent­wick­lung des Gold­prei­ses von 1968 bis heute.
Das sieht gar nicht schlecht aus, oder? Die jähr­li­che Ren­dite lag bei 5,82 %.

Anlage in Gold - Wertentwicklung
Bild­quelle: FVBS pro­fes­sio­nal

Auch wenn sol­che Ren­di­ten sicher nicht zu ver­ach­ten sind, so müs­sen wir doch fai­rer­weise auch den Zeit­raum beach­ten. Wir spre­chen immer­hin von 53 Jah­ren. Und wir sehen im Chart viele Peri­oden, in denen prak­tisch kein Wachs­tum zu ver­zeich­nen war bzw. in denen es zu teil­weise hohen Ver­lus­ten kam. Wert­be­stän­dig­keit sieht jeden­falls anders aus.

2. Auf die Lage­rung kommt es an
Das Haupt­ar­gu­ment der Gold­fans – näm­lich Gold als Kri­sen­wäh­rung zu besit­zen – muss äußerst kri­tisch hin­ter­fragt wer­den. Denn es reicht nicht aus, Gold zu besit­zen. Sie müs­sen auch in der Lage sein, es so auf­zu­be­wah­ren, dass ein Zugriff durch unbe­rech­tigte Dritte ver­hin­dert wird. Hierzu gibt es ver­schie­dene Optio­nen, aller­dings bie­tet keine davon eine 100-pro­zen­tige Sicher­heit.

Geld in Gold anlegen - Lagerung
Bild­quelle: Pixabay

Tre­sor­la­ge­rung

Der Vor­teil der Tre­sor­la­ge­rung liegt in der direk­ten Ver­füg­bar­keit der Gold­mün­zen oder -bar­ren. Aller­dings bie­tet sie kei­nen aus­rei­chend hohen Schutz bei einem Ein­bruch oder – schlim­mer noch – einem Über­fall.

Lage­rung im Bank­schließ­fach

Wert­ge­gen­stände, die in einem Bank­schließ­fach lagern, sind nicht – wie häu­fig ange­nom­men – voll­um­fäng­lich ver­si­chert. Höhere Wert­sum­men müs­sen Sie durch eine zusätz­li­che Schließ­fach­ver­si­che­rung absi­chern.

Dar­über hin­aus sehen sehr über­zeugte Crash-Pro­phe­ten auch im Bank­schließ­fach letzt­lich kei­nen voll­kom­me­nen Schutz vor unbe­rech­tig­ten Zugrif­fen, bei­spiels­weise durch den Staat selbst. Für sol­che Men­schen ist dann unter Umstän­den die nächste Kate­go­rie bes­ser geeig­net.

Lage­rung im unter­ir­di­schen Hoch­si­cher­heits­la­ger auf nicht­deut­schem Ter­ri­to­rium

Der eine oder andere Edel­me­tall­händ­ler und Anbie­ter von Gold­spar­plä­nen bie­tet sei­nen Kun­den die Mög­lich­keit an, sein Gold im Hoch­si­cher­heits­la­ger auf­zu­be­wah­ren. Idea­ler­weise befin­den sich diese Lager nicht in der euro­päi­schen Union, son­dern in Län­dern wie der Schweiz oder in Kanada. Das mag für den einen oder ande­ren erst­mal inter­es­sant, gar span­nend klin­gen, hat aber zwei ent­schei­dende Tücken:

  • Wie ist die Ver­füg­bar­keit im Kri­sen­fall? Komme ich bei einem Zusam­men­bruch der Finanz­märkte schnell an mein Gold? Wenn das welt­weite Finanz­sys­tem zusam­men­bricht, dann wer­den Sie Mühe haben, sich ins Flug­zeug zu set­zen, um zu Ihrem Hoch­si­cher­heits­la­ger in der Schweiz oder in Kanada zu gelan­gen.
  • Län­der­ri­siko: Was pas­siert mit mei­nem Ver­mö­gen bei einer krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Land, in dem sich das Hoch­si­cher­heits­la­ger befin­det?

In Gold inves­tie­ren – Zwi­schen­fa­zit

Bevor sie Ihr Geld in Gold anle­gen, müs­sen Sie die Vor- und Nach­teile sehr genau abwä­gen. Zur Diver­si­fi­zie­rung eig­net es sich grund­sätz­lich gut. Beim Thema Sicher­heit hat Gold nach wie vor einen hohen Stel­len­wert, aller­dings muss auch das kri­tisch hin­ter­fragt bzw. bis zum Ende durch­dacht wer­den.

Alter­na­ti­ven zu Gold als Geld­an­lage

Wie wir gese­hen haben, gibt es durch­aus gute Argu­mente dafür, wenn Sie Ihr Geld in Gold anle­gen möch­ten. Pro­ble­ma­tisch bei Gold ist aller­dings, dass es in guten Kon­junk­tur­pha­sen nur unzu­rei­chend bis gar nicht davon pro­fi­tiert.

Anlage in Gold - Vergleich zum Aktienmarkt
Bild­quelle: FVBS pro­fes­sio­nal

Wie man in der Abbil­dung gut erken­nen kann, konnte man in den letz­ten 10 Jah­ren sehr gute Gewinne am Akti­en­markt erzie­len. Gold hat im sel­ben Zeit­raum deut­lich schlech­ter „per­formt“.

Wie wäre es also mit einer ECHTEN Alter­na­tive zu Gold als Anlage? Einer Alter­na­tive, die auch dem Seg­ment Edel­me­talle zuge­hö­rig ist, aber deut­lich bes­ser per­formt?

Das ist zum Bei­spiel bei Pal­la­dium der Fall. Wie wir im nach­fol­gen­den Chart sehen kön­nen, ist die Wert­ent­wick­lung von Pal­la­dium um Län­gen bes­ser als die von Gold.

Anlage in Gold - Vergleich zu Palladium
Bild­quelle: FVBS pro­fes­sio­nal

In 31 Jah­ren wur­den aus einer Ein­mal­an­lage von 10.000 Euro 194.000 Euro, bei Gold waren es ledig­lich 45.000 Euro.

Der Grund für diese Out­per­for­mance liegt darin, dass Pal­la­dium ein wirt­schaft­lich wich­ti­ges Pla­tin­me­tall ist.

Pal­la­dium fin­det zum Bei­spiel Ver­wen­dung in der Pro­duk­tion von Drei-Wege-Kata­ly­sa­to­ren. Wei­tere Anwen­dun­gen gibt es aber auch in der Elek­tro­nik oder in Brenn­stoff­zel­len.

Hält man sich vor Augen, dass wir welt­weit deut­lich häu­fi­ger wirt­schaft­li­che Auf­wärts­pha­sen haben als Zei­ten von nied­ri­ger Kon­junk­tur oder gar Rezes­sio­nen, dann ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Pal­la­dium sich so viel bes­ser ent­wi­ckelt hat als Gold.

Gold als Anlage im Vergleich zu Palladium
Bild­quelle: FVBS pro­fes­sio­nal

Soll man jetzt also kon­se­quen­ter­weise aus­schließ­lich in Pal­la­dium statt in Gold inves­tie­ren? Nein, natür­lich nicht. Auch hier lau­tet das Zau­ber­wort „Diver­si­fi­ka­tion“. Bauen Sie sich einen Edel­me­tall Bas­ket, also einen Korb aus ver­schie­de­nen Edel­me­tal­len. Die Aus­wahl sollte so sein, dass Sie einen guten Mix aus zykli­schen und nicht­zy­kli­schen Metal­len erzie­len. Zykli­sche Metalle sind zum Bei­spiel Sil­ber und eben Pal­la­dium, weil sie Ver­wen­dung in der Indus­trie fin­den.

Edel­me­tall Bas­kets habe ich schon in der Ver­gan­gen­heit bei vie­len mei­ner Kun­den emp­foh­len und es zeigt sich gerade aktu­ell, wie sinn­voll das war.

Übri­gens: Auch Pal­la­dium kön­nen Sie bei ent­spre­chen­den Edel­me­tall­händ­lern phy­sisch erwer­ben. Damit stellt es aus mei­ner Sicht eine wich­tige Alter­na­tive zu Gold als Anlage dar.

Mein Fazit und wie ich in Gold inves­tie­ren für sinn­voll erachte

Sie haben es bestimmt schon raus­ge­hört, dass ich kein Fan von phy­si­schem Gold als Anlage bin. Auch wenn Gold an sich einen Wert dar­stellt, so bedeu­tet das noch lange nicht, dass es auch per se sicher ist. Die Sicher­heit von Gold hört näm­lich dann auf, wenn es darum geht, wie Sie es auf­be­wah­ren sol­len. Wie wir gese­hen haben, gibt es nicht DIE per­fekte Mög­lich­keit, Gold zu hor­ten oder zu lagern. Auch das Hand­ling von Gold als Zah­lungs­mit­tel muss sehr kri­tisch hin­ter­fragt wer­den. Wie groß soll denn bitte ein Ein­kauf von Lebens­mit­teln aus­fal­len, wenn ich ihn mit Krü­ger­rand Mün­zen bezah­len will?

Goldanlage sinnvoll
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Mich las­sen die Unter­gangs­pro­phe­zei­un­gen von Crash-Pro­phe­ten, selbst­er­nann­ten Sach­wert Exper­ten sowie Vor­stän­den von Gold-Händ­lern schlicht­weg kalt. Und ich kann nur raten: Blei­ben auch Sie kalt und berech­nend, wenn es um Ihre Finan­zen und ins­be­son­dere Ihre Geld­an­la­gen geht.

Hätte ich auf den Rat der Crash-Pro­phe­ten gehört, dann hät­ten meine Kun­den in den letz­ten Jah­ren nicht die Ren­di­ten erzie­len kön­nen, die sie mit ihren Anla­gen nun mal bekom­men haben.

Gold als Schutz vor Markt-Crash
Bild­quelle: Pixabay

Auch wenn die welt­weite Ver­schul­dung mitt­ler­weile ein Aus­maß erreicht hat, wel­ches sich noch vor weni­gen Mona­ten nie­mand hätte erträu­men kön­nen, und auch wenn die Risi­ken einer nächs­ten gro­ßen Finanz­krise täg­lich zuneh­men, so müs­sen wir doch eines fest­hal­ten: Der Kapi­ta­lis­mus erfin­det sich immer wie­der neu. Bricht das uns bekannte Geld­sys­tem zusam­men, dann wird es ein neues geben. Dass wir dabei zurück zum Gold-Stan­dard kom­men, halte ich für aus­ge­schlos­sen. Beim Gold-Stan­dard han­delt es sich um ein durch Gold gedeck­tes Wäh­rungs­sys­tem, das viele Gold­an­hän­ger als DIE Lösung gegen zukünf­tige Finanz­kri­sen sehen. Die welt­wei­ten Gold­vor­räte sind aller­dings begrenzt, das Wirt­schafts­wachs­tum jedoch nicht. Der Gold-Stan­dard war daher viele Jahr­zehnte lang das vor­herr­schende Geld­sys­tem, wurde aber letz­ten Endes im Jahre 1973 been­det und die Wech­sel­kurse wur­den im wei­te­ren Ver­lauf frei­ge­ge­ben.

Wie ich schon erwähnt habe, kann man Gold und / oder wei­tere Edel­me­talle zur Diver­si­fi­ka­tion des Port­fo­lios durch­aus ver­wen­den. Ein pro­zen­tua­ler Anteil am Gesamt­ver­mö­gen von 10 bis 15 Pro­zent ist aus mei­ner Sicht in Zei­ten wie die­sen geeig­net. Sollte sich die Lage an den Finanz­märk­ten wie­der ent­span­nen, dann kann der Anteil run­ter­ge­fah­ren wer­den.

Da ich ja bekann­ter­ma­ßen ein gro­ßer Befür­wor­ter von ETFs bin, ist die aus mei­ner Sicht am bes­ten geeig­nete Mög­lich­keit, wie Sie in Gold inves­tie­ren kön­nen, der Erwerb von Gold ETCs. ETCs sind ver­ein­facht gesagt das Pen­dant zu ETFs.

Das Hand­ling ist sehr ein­fach und die Anlage ist – bis auf den Spread zwi­schen Ankaufs- und Ver­kaufs­preis – trans­pa­rent und nach­voll­zieh­bar. Vor allem aber wird das Asset in Ihrem Wert­pa­pier­de­pot gela­gert, und das ist aus mei­ner Sicht immer noch der sicherste Ort für Ihr Geld. Denn möge kom­men was wolle: Keine Bank hat Zugriff auf das, was sich in Ihrem Depot befin­det.

Mir sind die Argu­mente der Kri­ti­ker von Gold ETCs durch­aus bekannt, unter ande­rem die Tat­sa­che, dass es sich bei Xetra Gold um eine nicht zu 100 Pro­zent gedeckte Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung han­delt. Trotz­dem kann ich die­ses Risiko gut ein­ord­nen und halte es für begrenzt und damit ver­tret­bar.

Neben den Gold ETCs kann es auch inter­es­sant sein, dass Sie Gold Aktien kau­fen, oder – auf­grund der Streu­ung noch bes­ser – Gold­ak­ti­en­fonds oder -ETFs. Bei Gold­ak­tien han­delt es sich in ers­ter Linie um Anteils­scheine von Berg­bau­un­ter­neh­men und Gold­pro­du­zen­ten. Neben dem Gold­preis spie­len hier noch andere Fak­to­ren eine preis­be­ein­flus­sende Rolle, so wie in jedem ande­ren Wirt­schafts­un­ter­neh­men auch. Daher sind Gold­ak­tien NICHT geeig­net, wenn Sie in ers­ter Linie direkt am stei­gen­den Gold­preis par­ti­zi­pie­ren möch­ten.

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